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LotuSphere Nachlese 2008

„Muhammad Ali“ der Software

Prognostizierten in den vergangenen Jahren zahlreiche „Experten“ ein Ende der Plattform Lotus Domino, inszenierte die IBM die LotuSphere 2008 als großes und gelungenes Come-Back ihrer Groupware- und Messaging-Plattform.

Das Motto „schnelller, höher, weiter“ spiegelte sich in allen Facetten der Konferenz wieder und wurde durch die offensive Ausrichtung der IBM noch verstärkt.

Eine gestiegene Teilnehmerzahl (so wurden dieses Jahr zwei „Opening-Sessions“ angeboten) und zahlreiche neue Gesichter („Newbies“) untermauerten die positive Aufbruchs-Stimmung.

Folgende Neuigkeiten präsentierte die IBM den Teilnehmern:

  • Verbesserte Anbindungen an SAP in Verbindung mit einer Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen IBM und SAP

  • Lotus Notes / Domino 8.01 wird voraussichtlich im Februar ausgeliefert

  • IBM Lotus Foundations – ein Server aus dem Briefumschlag (in Anlehnung an das neue Apple-Notebook). Diese Server-Lösung wurde speziell für den Mittelstand konzipiert und verwaltet sich weitestgehend selber. Eine Vielzahl von notwendigen Funktionen (Messaging, Collaboration, FireWall, Backup) sind in dieser „Out of the Box“-Lösung enthalten

  • Bluehouse ist die konsequente Fortsetzung des Gedankens von „Software als Service“ und stellt „Collaborative Solutions“ in einem Extranet zur Verfügung. Ein Bestandteil dieser Lösung ist „SameTime Unyte“, ein gehosteter E-Meeting Service. Die Beta zu Bluehouse befindet sich unter „bluehouse.lotus.com“

  • Zahlreiche neue „Features“ für den Notes-Client und Server welche mit geringerem Ressourcen-Aufwand mehr Funktionalität liefern

  • Eine offensive und aggresive Ausrichtung gegenüber den Konkurrenz-Produkten wie SharePoint und Outlook

  • Zahlreiche neue Programme für die Stärkung der Business-Partner

  • Mit diesem Bündel an Angeboten attackiert die IBM die klassischen Markt-Segmente von Microsoft: Kleinen und mittelständischen Unternehmen (SMB-Market) werden neben einer auf sie ausgerichteten Hardware auch zahlreiche (sich teilweise in ihren Funktionen überlappende) Produkte angeboten.

    Während viele Sharepoint-Kunden nicht in der Lage sind ihre Software effizient und sinnvoll einzusetzen, weil ihnen kein Partner den Nutzen und die Vorteile erklären kann, gibt die IBM ihren Business-Partnern eine große Zahl von ausgereiften Produkten an die Hand und hofft auf diese Weise einen erheblichen Anteil des SMB-Marktes zu gewinnen.

    Standen in den vergangenen Jahren oftmals „Visionen“ (wie z. B. Workplace) im Fokus der LotuSphere, erweckten die dieses Jahr gezeigten Lösungen den Eindruck eines „ausgereiften Produktes“. Da viele dieser Produkte sich in ihren Funktionen überschneiden, besteht die Herausforderung nun lediglich in der Identifikation des richtigen Produktes für die Lösung der bestehenden „Probleme“ – sei es bei einem Kunden oder im eigenen Unternehmen.

    Und in der „Closing-Session“ manifestierte Sandra Marcus den Fortbestand der Produkt-Plattform „Lotus Domino“: Denn in den vergangenen Tagen wurden die Verträge für für die LotuSphere bis ins Jahr 2015 verlängert.


     
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